„Chrankezimmer 212“

Im Original: „257, halbprivat“ von Esther Weidmann

Ernst Renfer, ein Mann in den besten Jahren findet sich, nach einem Unfall mit seinem “Töffli“,  im „Chrankezimmer 212“ wieder. Dort wird er mit der Tatsache konfrontiert, dass es mit seiner Gesundheit nicht  zum Besten steht. Besonders mit der Diätküche hat er seine liebe Mühe, da kommt ihm die  Scheibe Brot seines Zimmerkollegen Wälti gerade recht. Dieser verspürt  nach einer Magenoperation nicht gerade einen grossen Appetit. Zu den Leidgeprüften gesellt sich  Privatpatient Stähli, der sich bald als gewiefter Jasser entpuppt, allerdings eher zum Missfallen seiner Frau Lisbeth. Fehlt eigentlich nur noch die schrullige Lina Balsiger, eine ältere Patientin von der Abteilung G, die leidenschaftlich gerne einen Jass klopft und somit das Jassquartett komplett macht. Mit dieser Zimmerbelegung dürfen  Schwester Vreni und Schwester Anita  mit einem turbulenten Arbeitsalltag rechnen, dies zeigt sich  unter anderem  bei der Arztvisite mit Prof. Winkler.  Im Gespräch zwischen Wälti und der Sozialarbeiterin  Wenger erfährt man nicht nur seine Lebensgeschichte, sondern es zeigen sich auch die Probleme des Älterwerdens in unserer Gesellschaft. Mit dem hoffnungsvollen Austritt der Patienten aus dem „ Chrankezimmer 212“ endet eine wunderbare Geschichte die  offen und ehrlich über das Leben erzählt.